Archive for Januar, 2010

Das Alte Ägypten hautnah

Dienstag, Januar 26th, 2010

Dr. Zahi Hawass erstmals mit öffentlichem Vortrag zu Gast in Deutschland:

„My Discoveries“ in Hamburg

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Tempel und 600 Statuen in Alexandria ausgegraben

Dienstag, Januar 19th, 2010

  sueddeutsche.de – erschienen am 19.01.2010 um 13:23 Uhr

Kairo (dpa) – Archäologen haben in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria die Überreste eines Tempels ausgegraben, der einst für die ptolemäische Königin Berenike II. (ca. 269-221 v. Chr.) errichtet worden sein soll.

Im dem neu ausgegrabenem Tempels in Alexandria fand sich auch diese Katzen-Statue.

Bei ihrer Ausgrabung im Gebiet von Kom al-Dikka fanden die ägyptischen Forscher zudem 600 teilweise hervorragend erhaltene Statuen und Tierfiguren aus der Zeit der Ptolemäer. Wie die Altertümerverwaltung in Kairo mitteilte, sind unter den Figuren, die aus Kalkstein, Bronze und Keramik gefertigt wurden, auffallend viele Katzendarstellungen. Im Alten Ägypten wurde die Göttin Bastet meist in Gestalt einer Katze dargestellt. Zu den Statuen gehöre auch die Granit-Figur eines hohen Beamten am Hof von Ptolemäus IV., die eine Inschrift in griechischer Sprache trägt.

Berenike II. war eine Tochter des mazedonischen Königs Magas von Kyrene im heutigen Libyen. Ihr Vater wollte sie mit Ptolemäos III. vermählen. Nach dem Tod des Vaters entschied ihre Mutter, Königin Apama, aber, dass sie den mazedonischen Prinzen Demetrios heiraten sollte. Doch Demetrios, der den Beinamen «der Schöne» trug, wurde noch bevor er mit Berenike Kinder zeugen konnte, Opfer einer Palastintrige: Berenike ließ ihn umbringen. Gemäß der Überlieferung starb er im Schlafzimmer Apamas, deren Geliebter er geworden war. Schließlich heiratete Berenike doch noch Ptolemäos III., in dessen Herrschaftszeit in Ägypten mehrere Tempel errichtet wurden.

Der Berenike gewidmete Tempel in Alexandria war nach Angaben der Archäologen 60 Meter lang und 15 Meter breit. Vom Gebäude sei nicht mehr allzu viel erhalten, weil viele seiner Steinquader später für andere Bauten benutzt worden seien.

Das Leben von Berenike II. fand ein dramatisches Ende. Ihr ältesten Sohnes Ptolemäos IV., der seine Schwester Arsinoe III. heiratete und Anspruch auf die Thronfolge erhob, ließ seine Mutter und weitere Angehörige der Königsfamilie durch seinen skrupellosen Berater Sosibios umbringen.

© sueddeutsche.de – erschienen am 19.01.2010 um 13:23 Uhr

Forscher finden riesiges Grab mit rätselhaftem Loch

Dienstag, Januar 5th, 2010

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,670052,00.html 

In der ägyptischen Totenstadt Sakkara ist Archäologen ein spektakulärer Fund geglückt. Bei Ausgrabungen stießen sie auf zwei 2500 Jahre alte Gräber. Eines davon ist das größte, das bisher in der Nekropole entdeckt wurde – und beherbergt ein Mysterium.

Kairo – Die Totenstadt Sakkara wird schon seit Jahrzehnten von Archäologen durchkämmt – und ist offenbar immer noch für Entdeckungen gut. Im Februar 2009 etwa wurde dort eine Grabkammer mit 30 Mumien gefunden. Kurz zuvor waren Forscher auf einen massiven Sarkophag gestoßen, der möglicherweise die sterblichen Überreste von Seschseschet, die Mutter des Pharaos Teti, beherbergt hatte.

Jetzt haben Forscher am Eingang zu Sakkara zwei Gräber aus der 26. Dynastie (664 bis 525 vor Christus), der Spätzeit des Alten Ägypten, gefunden. Die Grabstätte, die in dem Gebiet Ras al-Dschisr liegt, wurde mehrfach geöffnet, für neue Bestattungen genutzt und ausgeplündert, sagte Zahi Hawass, Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung. Zuletzt hätten die Plünderer im 5. Jahrhundert nach Christus zugeschlagen.

Das größere der beiden Gräber ist eine Kammer, von der mehrere Zimmer und Durchgänge abgehen, in denen man Skelette, Tongefäße, mumifizierte Falken und Bauschutt gefunden habe. Das andere Grab enthielt mehrere Tongefäße. Das größte Rätsel aber gibt den Wissenschaftlern ein sieben Meter tiefes Loch in einer der beiden Kammern auf. Seine Funktion ist derzeit völlig unklar.

„Das ist das größte Grab in Sakkarra“, sagte Hawass. „Es hat mich zwei Stunden gekostet, es komplett zu besichtigen.“ Die Entdeckung zeige, dass Sakkara noch immer Geheimnisse berge. Die Nekropole von Sakkara bei Kairo gehört zu den wichtigsten Begräbnisstätten des Alten Ägypten. In ihrem Zentrum liegt die Pyramide des Pharao Djoser, der ungefähr von 2720 bis 2700 vor Christus regierte.

mbe/AFP/dpa

Quelle : Spiegel.de

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,670052,00.html